Energiewende auf dem Kirchendach findet viel Zustimmung auch in den Kirchengemeinden - Bis 30. September anmelden zum Mitmachen!

Die evangelische Kirche in Bonn und der Region macht ernst mit der Energiewende und hat eine Partnerschaft mit der Genossenschaft BürgerEnergie Rhein-Sieg eG geschlossen. Und die Kirchengemeinden ziehen mit. Wer jetzt mitmachen will, sollte sich umgehend melden. Spätestens bis zum 30. September 2022.

Das gemeinsame Ziel: Unter dem Dach dieser Kooperation können nun alle 40 Kirchengemeinden der Kirchenkreise Bonn sowie An Sieg und Rhein (sie vereinen rund 150.000 Gemeindeglieder) Solarstrom produzieren und damit einen spürbaren Beitrag zur Energiewende leisten, so der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius und seine Siegburger Kollegin, Superintendentin Almut van Niekerk.

Kooperation mit Energiegenossenschaft denkt und zielt weit über den eigenen Kirchturm hinaus

Ambitionierte Ziel: nicht nur Grün, sondern auch Fotovoltaik auf alle Kirchendächer: Thomas Schmitz (links) und Christian Holz (rechts) von der BürgerEnergie Rhein-Sieg eG mit Superintendentin Almut van Niekerk und Superintendent Dietmar Pistorius auf dem Dach des Hauses der Evangelischen Kirche in Bonn (Foto: Meike Böschemeyer)

Hintergrund: Die evangelischen Kirchengebäude in Bonn und der Region bieten unendlich viel Dachfläche zur Energiegewinnung, auch weit über den Bedarf der Kirchengemeinden hinaus. „Mit Hilfe der Genossenschaft kann rasch geprüft werden, welche Dächer sich besonders für Photovoltaik anbieten“, verspricht der Vorstand der Energiegenossenschaft BürgerEnergie Rhein-Sieg Thomas Schmitz. Wenn alle Kirchengemeinden mitmachen, könnten das an die 500 Dächer sein. Das Projekt ist zudem offen zur Teilnahme auch nichtkirchlicher Partner. Die BürgerEnergie-Genossenschaft bietet außerdem Weiteres zum Thema an wie nachhaltige Mobilitätskonzepte für Elektro-Autos, Carsharing-Projekte und die Errichtung von Ladesäulen vor Gemeindehäusern.

„Pionierprojekt in der rheinischen Landeskirche“

Kirche für die Energiewende als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung (Foto: Meike Böschemeyer)

In dieser Form und Größe ist diese Kooperation von zwei Kirchenkreisen mit einer Energiegenossenschaft in der Evangelischen Kirche im Rheinland bislang einmalig. „Wir verstehen uns als ein Pionierprojekt zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung auch für unsere Landeskirche“, erklärten Almut van Niekerk und Dietmar Pistorius.

Viel Rückenwind auf erstem Planungstreffen mit den Kirchengemeinden – Interessierte bis Ende September melden

Bei einem ersten Informations- und Planungstreffen am 21. Juni im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn gab es laut Superintendent Pistorius „äußerst positive Resonanz“ von den mehr als 50 anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus den Kirchengemeinden und viele Interessensbekundungen, sofort mit einzusteigen. Der Prozess habe damit so viel Dynamik gewonnen, „dass wir ab Anfang Oktober prüfen wollen, welche Objekte sich in der ersten Phase anbieten“. Auch Pilotprojekte sind bereits angedacht. Für die erste Phase sind  alle interessierten Kirchengemeinden aufgerufen, sich bis zum 30. September 2022 zu melden. In Bonn beim Evangelischen Gemeindeverband in Bonn (Geschäftsführerin Antje Thomas).

Im besten Fall stehen nach Einschätzung von Thomas Schmitz von der BürgerEnergie im Sommer 2023 die ersten Solaranlagen auf den Kirchgebäuden in Bonn und der Region.

Hier finden Sie weitere Infos der BürgerEnergie Rhein-Sieg eG zum Kooperationsprojekt mit den Kirchenkreisen Bonn und An Sieg und Rhein: 20220612 Presse-Info_BürgerEnergie_Kirchenprojekt

Text: J. Gerhardt / 14.06.2022, zuletzt aktualisiert: 13.08.2022 

  • 14.6.2022
  • Red
  • Red