Kirchengemeinden mit Zuversicht auf dem Weg der Veränderung – Drei Fusionen zum Jahresbeginn 2026 in Bonn, Alfter und Bornheim – Zwei Feste jetzt Sonntag

Drei große Gemeindevisionen, viel Engagement und Einsatz, ehrenamtlich wie hauptamtlich vorbereitet, sind mit dem 1. Januar 2026 Wirklichkeit geworden im Evangelischen Kirchenkreis Bonn. Zwei Fusionen feiern jetzt am Sonntag, 18. Januar, ihre Gründung jeweils mit einem großen Festgottesdienst: die Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge mit Gottesdienst und Fest um 10.00 Uhr in Hersel sowie die Evangelische Kirchengemeinde im Bonner Westen um 15.00 Uhr im Röttgen.

So entsteht auf dem Gebiet der Kommunen Bornheim und Alfter die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge. Dann fusionieren die ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinden Hersel, Vorgebirge und am Kottenforst (Bezirk West) miteinander. Die drei Landgemeinden bilden ein Viertel aller Mitglieder auf mehr als zwei Dritteln der Fläche des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. Zugleich starten in Bonn neu die Evangelische Kirchengemeinde im Bonner Westen sowie die Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde.

Das Logo der neuen Emmaus-Evangelischen Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge

Auftakt mit Emmaus-Fest am 18. Januar in Hersel

Der Start der neuen Emmaus-Kirchengemeinde wird am Sonntag, 18. Januar 2026, mit einem großen Emmaus-Fest gefeiert. Das Fest beginnt um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst und einem Kindergottesdienst in der Herseler Dreieinigkeitskirche (Mertensgasse 17a, 53332 Bornheim-Hersel). Darin werden die Presbyterinnen und Presbyter der drei alten Gemeinden feierlich aus ihrem Amt entlassen und die Mitglieder des neuen Bevollmächtigtenausschusses durch den Bonner Superintendenten Dietmar Pistorius und Mitglieder des Kreissynodalvorstandes eingeführt. Daneben wird auch die Gründungsurkunde der neuen Gemeinde feierlich überreicht.

Weiter geht es nebenan im Gemeindezentrum mit einem Mittagessen und Kaffee und Kuchen und dazu viel Musik, Spielen, Ausstellungen und Aktionen. Die Feier endet gegen 15.00 Uhr mit einem gemeinsamen offenen Singen.

„Aus drei wird eins!“

Der Tag hat die Überschrift „Aus drei wird eins!“ Im Gottesdienst wird eine Ostergeschichte aus dem Lukasevangelium erzählt, die der neuen Gemeinde ihren Namen gegeben hat. Zwei Jesusjünger begegnen nach den aufregenden Ereignissen an Karfreitag und Ostern auf dem Weg in ihr Heimatdorf Emmaus dem Auferstandenen selbst. Jesus begleitet sie in ihren Sorgen und Gedanken und bestärkt sie bei einem denkwürdigen Abendessen in ihrem Glauben.

Die drei Aspekte Begegnung, Begleitung und Bestärkung beschreiben die Hauptziele der Emmaus-Gemeinde, die an sieben Standorten mit 10.500 Evangelischen ins Gespräch kommen will.  Dazu gehören die Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick, das Katharina-von-Bora-Haus in Oedekoven, die Kirche am Herrenwingert in Alfter, die Versöhnungskirche und die Alte Kirche in Bornheim, die Dreieinigkeitskirche in Hersel, die Markuskirche im Hemmerich und die Arche in Sechtem. Weitere Informationen zeitnah auch hier: www.emmaus-evangelisch.de

Logo der neuen Mirjam-Kirchengemeinde Bonn

Evangelische Kirche in Bonn und der Region rückt näher zusammen: auch im Bonner Westen und Norden ab sofort gemeinsam

Die Fusion ist eine von drei Gemeindefusionen im Kirchenkreis Bonn und eine im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel zum Jahresbeginn 2026 und von vielen weiteren in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Folge vieler Veränderungsprozesse aufgrund zurückgehender Mitgliederzahlen, deutlich weniger Personen im Pfarrdienst und vor allem auch weniger finanzieller Möglichkeiten. Allein die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer in der EKiR reduziert sich bis 2030 laut landeskirchlicher Planung von 1800 auf 800 Pfarrpersonen. Die vermehrte Zusammenarbeit auf immer größer werdenden Gebieten ist notwendig und birgt zugleich Risiken wie Chancen, so die Einschätzung vor Ort auch in Alfter, Bornheim und Alfter. So können Gemeinden gegenseitig von einzelnen Schwerpunkten profitieren, müssen aber gleichzeitig darauf achten, den Kontakt zu den Menschen vor Ort zu bewahren und nach Möglichkeit sogar zu stärken. Aktuell zählt die dann neue Emmaus-Kirchengemeinde viereinhalb, 2030 noch drei Pfarrstellen.

Superintendent Dietmar Pistorius: „Wahrnehmbar und wirksam bleiben vor Ort und in der Gesellschaft“

„Wahrnehmbar und wirksam bleiben als evangelische Kirche vor Ort und in der Gesellschaft“ lautet für Superintendent Dietmar Pistorius das zentrale Ziel bei allen Veränderungen auch im Kirchenkreis Bonn. Das Emmaus-Fest am 18. Januar 2026 soll daher ganz im Sinne der biblischen Ostererzählung Begegnung ermöglichen, Begleitung anbieten und dadurch Menschen für ihren Glauben und ihr Leben bestärken.

Logo der neuen Evangelischen Kirchengemeinde im Bonner Westen

Festgottesdienste zu den Fusionen in Bonn am 4. Januar in der Apostelkirche in Tannenbusch und am 18. Januar in der Thomaskirche in Röttgen

Im Evangelischen Kirchenkreis Bonn sind zudem zum Jahresbeginn auch die Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde im Bonner Norden (ehemals Lukas- und Apostelkirchengemeinde) sowie die Evangelische Kirchengemeinde im Bonner Westen (ehemals Johanniskirchengemeinde Duisdorf, die Kirchengemeinden Hardtberg, die Auferstehungskirchengemeinde Venusberg und Ippendorf sowie Am Kottenforst auf dem Bonner Stadtgebiet) neu entstanden.

Die Mirjam-Kirchengemeinde hat ihre Fusion bereits gefeiert am Sonntag, 4. Januar 2026, in der Apostelkirche Tannenbusch (Lievelingsweg 162 a). Nun folgt neben der Emmaus-Kirchengemeinde auch die Evangelische Kirchengemeinde im Bonner Westen am Sonntag, 18. Januar, um 15.00 Uhr in der Thomaskirche in Röttgen (Herzogsfreudenweg 42). Beide Gottesdienste am 18. Januar ebenfalls mit dem Bonner Superintendenten Dietmar Pistorius.

(zuletzt aktualisiert: 13.01.2026 / ger)

  • 18.12.2025
  • Red
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