„Menschen nicht alleine lassen“: Juliana Efferoth neu in der evangelischen Klinikseelsorgerin im UKB – Einführung am 10.12.

Juliana Efferoth, evangelische Klinikseelsorgerin im Bonner Universitätsklinikum / (Foto: privat)

Juliana Efferoth, 29 Jahre, arbeitet neu als evangelische Klinikseelsorgerin am Uniklinikum Bonn (UKB). Herzliche Einladung zu ihrer Einführung durch Superintendent Dietmar Pistorius am Mittwoch, 10. Dezember, 10.30 Uhr, in der Klinikkirche auf dem Venusberg (Campus 1) und auch zum Empfang für alle Gäste im Anschluss.

„Hoffnung weitergeben“: Juliana Efferoth, evangelische Klinikseelsorgerin im Bonner Universitätsklinikum / (Foto: privat)

„Ich möchte Hoffnung weitergeben“

Lernen Sie Juliana Efferoth schon hier etwas kennen. Wir haben nachgefragt:

Was hat sie bewegt, diese Stelle anzutreten?

Juliana Efferoth: Menschen in Notlagen beizustehen und in existentiellen Krisen nicht allein zu lassen ist für mich einer der Hauptaufträge des Evangeliums. Ich sehe in Jesus das große Vorbild, genau zu diesen Menschen zu gehen und ihnen beizustehen. Seelsorge ist da für mich das Sinnbild: Ich gehe hin, zu PatientInnen, zu Angehörigen, zum Pflegepersonal und trage für den Moment des Gesprächs die Last mit, indem ich zuhöre, manchmal Stille und Tränen aushalte – ich möchte das verlässliche Gegenüber sein. Dort hinsehen und hingehen, wo Gesamtgesellschaftlich gerne weggesehen wird.

Was möchten Sie von evangelischer Kirche und Glauben vermitteln?

Juliana Efferoth: Ich möchte vermitteln, dass Kirche mitwächst, mitdenkt, sich verändert, Schmerz, Leid und Unrecht in unserer Gesellschaft sieht und sich affizieren lässt. Wir haben den größten und wertvollsten Schatz: Das Evangelium. Es ist der sichere Boden auf dem ich gehe. Es schenkt mir eine hoffnungsvolle Perspektive auf die Ewigkeit, diese Hoffnung möchte ich weitergeben. Und auch wenn ich das nicht immer in Seelsorgegesprächen so klar formuliere, weil sich die Gegebenheit etc. nicht ergibt, so ist es immer das, mit dem ich komme. Leid, Schmerz und Tod haben nicht das letzte Wort. Das ist nicht immer sofort ein Trost, aber es kann eine hoffnungsvolle Perspektive sein.

Wie erleben Sie die Begegnungen mit den Menschen im Krankenhaus?

Juliana Efferoth: Jede Begegnung ist einzigartig. In vielen Fällen, weiß ich nicht, was mich auf der anderen Seite der Tür erwartet. Ich darf mich jedes Mal neu einlassen und schauen, welche Themen im Gespräch aufkommen. Dabei komme ich nicht mit vorgefertigten Antworten, sondern spüre gemeinsam mit meinem Gegenüber nach, was Antworten auf mögliche Fragen sein könnten. Das ist Seelsorge für mich: Dasein, zuhören, mittragen.

(21.11.2025 / Joachim Gerhardt) 

  • 21.11.2025
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