An der Lukaskirche: Erstes Hilfszentrum für Geflüchtete in jüdisch-christlicher Kooperation – Flüchtlingshilfe Ukraine aktuell

Fröhliche Eröffnung des Begegnungscafés „Freundschaft“ für ukrainische Geflüchtete an der Lukaskirche, ein Projekt der jüdischen Grmeinde in Kooperation mit der evangelischen Kirche und der Christlich-Jüdischen Gesellschaft (Foto: privat/GCJZ)

In einer für Bonn und der Region bislang einzigartigen Kooperation der Evangelischen Kirche mit der Jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) hat ein Begegnungscafé für Geflüchtete aus der Ukraine im Gemeindezentrum der Lukaskirche in Bonn-Castell seinen Betrieb aufgenommen.

Das Begegnungscafé „Freundschaft“ mit zahlreichen Hilfsangeboten im Jugendkeller des Gemeindezentrums an der evangelischen Lukaskirche (Kaiser-Karl-Ring 25, 53111 Bonn) soll nicht nur, aber besonders auch ein Anlaufpunkt sein für Geflüchtete. Das Angebot ist entstanden aus der provisorischen ersten Anlaufstelle der Synagogen-Gemeinde Bonn für Geflüchtete, nachdem die Trauerhalle am alten jüdischen Friedhof in Castell nicht mehr ausreichte.

Begegnungscafé „Freundschaft“ mit vielen Angeboten im Gemeindezentrum an der Lukaskirche

„Wir sind sehr dankbar, dass die Evangelische Kirche hier eingesprungen ist und uns die Räume zur Verfügung stellt“, sagt Maria Peter-Filatova, die auch im Vorstand der GCJZ ist.

Derzeit betreue die Jüdische Gemeinde in Bonn etwa 500 geflüchtete Ukrainer. Über eine öffentliche Facebook-Gruppe seien sie miteinander verknüpft, erklärt Peter-Filatova. Daraus habe sich mittlerweile auch ein „Selbsthilfe-Club“ entwickelt, womit sich die Ukrainer gegenseitig unterstützen. Im Begegnungscafé werden pro Veranstaltung zwischen 30 und 40 Menschen erwartet.

„Wir freuen uns, dass wir nicht nur die Geflüchteten unterstützen können, sondern auch die Arbeit der Synagogengemeinde und die Arbeit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“, erklärt der Pfarrer der Lukaskirche Michael Schäfer. Die Kirchenräume könnten solange genutzt werden, wie es eben nötig sei.

Offizielle Eröffnung des neuen Zentrums war am Freitagnachmittag , 13. Mai 2022. Für diesen Tag der offenen Tür waren sowohl Geflüchtete als auch die Nachbarschaft, Vertreter der Stadt, der IHK und weiterer Verbände eingeladen. Es gab Kaffee und Kuchen, Livemusik und Tombola für Kinder.

Feierlicher Moment: Maria Peter-Filatova (vorne rechts) eröffnet das Begegnungscafé an der Bonner Lukaskirche (Foto: privat/GCJZ)

Das Begegnungscafé ist täglich geöffnet und bietet laut Maria Peter-Filatova von der Jüdischen Gemeinde und im Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bonn:
– montags die Möglichkeit für Geflüchtete, sich kostenlos frisieren zu lassen.
– dienstags einen Spielnachmittag für Erwachsene und Kinderbetreuung
– mittwochs Amtshilfe, um Unterlagen auszufüllen und zu übersetzen
– donnerstags Angebot eines Malkurses
– freitags psychologische Betreuung für Kinder und Erwachsene an (in Kooperation mit LVR)

Zudem läuft aktuell eine Kooperation mit Bike-House der Caritas Bonn, um Geflüchtete mit einem Fahrrad auszustatten. Viele der freiwilligen Helfer vor Ort sind selbst Ukrainer, die ihr Land verlassen mussten. Die Angebote des Cafés sollen auch ihnen ermöglichen, ihren Alltag besser zu strukturieren und ihren Beruf auszuüben. Auf einer Gruppe auf Facebook werden die Aktivitäten regelmäßig veröffentlicht: http://www.facebook.com/groups/1453721985042123/

Aktions- und Begegnungstag am 8. Mai mit Präses Latzel und Bonns OB Dörner vor der Kreuzkirche: „Unsere Hoffnungen und Visionen für den Frieden jetzt“

Bekenntnis für die Menschenwürde: Superintendent Dietmar Pistorius, OB Katja Dörner und Präses Dr. Thorsten Latzel auf dem X-tra Platz in Bonn (Foto: Johanna Nolte)

Die evangelische Kirche in Bonn hat am Sonntag, 8. Mai 2022, zu einem zentralen Friedensaktions- und Begegnungstag an der Kreuzkirche eingeladen, mit Geflüchteten aus der Ukraine und vielen ehren- und hauptamtlichen Aktiven aus der Flüchtlingshilfe in Bonn und Region auf dem X-tra Platz vor der Kreuzkirche im Bonner Zentrum. Mit dabei auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Dr. Thorsten Latzel und die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner. 

Präses Dr. Thorsten Latzel kam mit Oberbürgermeisterin Katja Dörner ins Gespräch: über die aktuelle Situation Geflüchteter und den Frieden in der Welt. Beide waren beeindruckt vom großen ehrenamtlichen Engagement und der Solidarität mit den Geflüchteten. „Viele Bonnerinnen und Bonner engagieren sich mit Spenden, nehmen Geflüchtete auf oder unterstützen als Übersetzer*innen“, so Dörner, die das Miteinander und die Vernetzung in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus weiter festigen möchte und gemeinsam mit Latzel betonte, „kein Russen-feindliches Klima“ in der Gesellschaft entstehen lassen zu wollen: „Gerade viele Russen bringen sich als Übersetzer ein und kritisieren Putins Angriffskrieg.“
Latzel dankte ebenfalls den vielen Ehrenamtlichen, betonte aber auch, dass Hilfe für Helfende notwendig sei und die Gemeinden dort tatkräftig unterstützen, beispielsweise mit seelsorgerischen Angeboten. Dörner bekräftigte zudem, dass die Lage anderer Migrations- und Flüchtlingsgruppen von der Stadt nicht außer Acht gelassen werde. Es gäbe keine unterschiedliche Wertigkeit von Menschen.
Auf das Thema Waffenlieferung in die Ukraine angesprochen, betrachtet Latzel es zum jetzigen Zeitpunkt als ethisch vertretbar: „In dieser Phase braucht es eine Form der rechtschaffenden Gewalt, die andere Gewalt eindämmt. Aber Frieden werden wir nicht allein durch Waffen schaffen können.“ Zugleich rief er dazu auf, die Entwicklungshilfe nicht zu vernachlässigen. „Wir müssen einen Lastenausgleich schaffen innerhalb von Deutschland aber auch weltweit, damit es nicht zu Armut, Leid und Hungersnöten an anderen Stellen kommt.“

Der Begegnungstag am Tag der Erinnerung an das Kriegsende in Deutschland vor 77 Jahren schloss mit einem ökumenischen Friedenssegen mit dem orthodoxen Bonner Pfarrer Eugen Theodor, Präses Latzel, Superintendenten Dietmar Pistorius sowie Ursula Lantzerath für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bonn. Mehr als 500 Menschen waren dabei.

Voller Einsatz im Ehrenamt: York Hinz und William Heary sind Schüler der International Business School in Bonn. Seit Wochen unterstützen sie bereits an den Wochenenden mit ihren Sprachkenntnissen als Übersetzer beim Empfang Geflüchteter aus der Ukraine bei der Bonner Bahnhofsmission. (Foto: Diakonie Bonn)

Bonner Bahnhofsmission: erste Hilfe für Geflüchtete am Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof sind die Ehrenamtlichen unserer Bahnhofsmission von Caritas und Diakonie präsent mit Hilfen und Vermittlung zu weiteren Hilfsstellen und -angeboten. Viele Kirchengemeinden in Bonn und der Region nehmen Geflüchtete auf, organisieren mit Ehrenamtlichen Begegnungscafés, Basare und Angebote zum Treffen und Austausch der Menschen aus der Ukraine sowie mit den geflüchteten Menschen, es sind zumeist Müttern mit ihren Kindern.

Ansprechpartner Flüchtlingshilfe im Kirchenkreis Bonn

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Flüchtlingshilfe Ukraine im Evangelischen Kirchenkreis Bonn ist Michal Kramer, Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie (michal.kramer@dw-bonn.de / Tel.: 0172 7007288).

Weitere Hilfen kompakt hier auf der Übersichtsseite unserer Diakonie Bonn und Region: https://www.diakonischeswerk-bonn.de/beratung-und-hilfe/hilfe-fuer-gefluechtete-aus-der-urkaine/

Friedensgebet in der Kreuzkirche, der evangelischen Stadtkirche am Kaiserplatz (Foto: Joachim Gerhardt)

Für Frieden und Versöhnung und gegen den Krieg: Jeden Donnerstag Friedensgebet in der evangelischen Stadtkirche

Weiterhin jeden Donnerstag lädt die evangelische Kirche zum Gebet für Frieden und Versöhnung und gegen den Krieg in der Kreuzkirche am Kaiserplatz. Das Motto lautet: „Wer um Frieden bittet, ist nie allein.“ 

7.000 Friedenstauben entstehen gerade auf dem X-tra Platz vor der Kreuzkirche, ein Projekt des Evangelischen Forum Bonn für alle Generationen (Foto: J.Gerhardt)

Mögliche Quartiere zur Unterbringung  geflüchteter Menschen aus der Ukraine gesucht

Der Evangelische Kirchenkreis Bonn verbreitet und unterstützt zudem weiterhin den Aufruf und die Bitte der Bundesstadt Bonn, dem städtischen Sozialamt mögliche Unterbringungsmöglichkeiten für vor dem Krieg geflüchtete Menschen aus der Ukraine bekannt zu geben. „Die Stadt Bonn ist weiterhin für jeden Hinweis, für jedes Angebot dankbar“, erklärt die Integrationsbeauftragte  Coletta Manemann. Bitte wenden Sie sich unmittelbar an das Amt für Soziales und Wohnen, E-Mail: obdach@bonn.de

Unterstützung der Jüdischen Gemeinde in Bonn

Hilfe und Unterstützung auch für die Jüdische Gemeinde in Bonn, deren Mitglieder viele enge familiäre Kontakte in die Ukraine haben. So hat zum Beispiel die Bonner Lukaskirchengemeinde in ihrem Pfarrhaus am Kaiser-Karl-Ring laut Pfarrer Michael Schäfer drei Senioren aus Odessa aufgenommen, vermittelt über die Synagogen-Gemeinde Bonn. Über die Christlich-Jüdische Gesellschaft in Bonn laufen Spendenaufrufe.

Mit all diesen Aktionen wollen wir zeigen, so Pressepfarrer Joachim Gerhardt: „Unsere Gedanken und unsere Gebete sind mit den Menschen, die in der Ukraine um ihr Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen. Und wir wollen ein Zeichen der Hoffnung setzen, dass das Leben trotz allem nicht von Krieg und Gewalt bestimmt werden darf, sondern von einem Geist des Friedens und der Versöhnung.“

Evangelische Kirchengemeinden nehmen Familie auf und bieten Wohnraum „Verleih uns Frieden“ statt festlichem Orgelnachspiel

Zeichen der Verbundenheit auch am Kottenforst: Ukrainische Fahne vor der Jesus-Christus-Kirche in Alfter-Witterschlick. Hier ist auch eine eigenes gestaltete Gebetsecke für die Ukraine eingerichtet. (Foto: A. Schneider)

Das Presbyterium der Kottenforstgemeinde  hat beschlossen, bis auf weiteres am Ende jedes Gottesdienstes auf ein festliches Orgelnachspiel zu verzichten und stattdessen nach dem Segen den bittenden Choral „Verleih uns Frieden gnädiglich“ zu singen. Die evangelische Gemeinde hat zudem 5.000 € für die Katastrophenhilfe der Diakonie für die Ukraine gespendet, so Pfarrer Andreas Schneider.

Mittlerweile sind die ersten Familien aus der Ukraine auch in Röttgen und Ückesdorf angekommen. Im Kindergottesdienstraum im Gemeindezentrum an der Thomaskirche sind sie unterkommen, berichtet Pfarrer Christian Bedarf von  der Kirchengemeinde am Kottenforst. Hier ist ein Appartement als Art „Anlaufstelle“ eingerichten worden. Auch im Gemeindezentrum in Alfter-Oedekoven ist eine Etage für Flüchtlingsfamilien freigeräumt worden. 4 Mütter und zwei Kinder ziehen gerade ein, so Pfarrer Schneider. Die Gemeinde hat eine Übersetzerin gefunden und baut einen Helferstab auf.

Die Kirchengemeinde Hardtberg hat kurzfristig ihr Pfarrhaus an der Mätthäikirche in Duisdorf der Stadt zur Unterbringung von Geflüchteten angeboten, so Pfarrer Dr. Georg Schwikart.

Bewährt gute ökumenische Zusammenarbeit bei den Gemeinden vor Ort – Viele Ehrenamtliche sehr aktiv

Um den Familien aus der Ukraine einen Austausch und eine Vernetzung untereinander zu ermöglichen, öffnet die Thomaskirche in Röttgen montags und mittwochs von 10 Uhr bis 11.30 Uhr. „Falls Sie selbst eine Familie aufgenommen haben oder wissen, wo eine Familie untergekommen ist, weisen Sie die Menschen bitte darauf hin und begleiten Sie sie gegebenenfalls in unsere Kirche“, so Bitte und Angebot der Gemeinde. Diese Angebote gibt es vielen, zum Beispiel auch in der Johanniskirche Duisdorf und der Emmaus-Kirche am Brüser Berg. Viele Hilfsangebote werden in bewährt enger ökumenischer Absprache organisiert. Die Kirchengemeinde Vorgebirge sammelt bis auf Weiteres die Diakonie-Kollekte in jedem Gottesdienst für die Menschen in und aus der Ukraine, erklärt Pfarrer Eckhart Altemüller.

Alle Kirchengemeinden können vergleichsweise schnell in diesen Wochen ein Netzwerk der Flüchtlingshilfe knüpfen und dabei auf eine breite Basis vieler engagierter Ehren- und Hauptamtlichen setzen.

Erklärung gegen den Krieg der orthodoxen Gemeinde in Bonn

Ein Zeichen der Hoffnung auch die Erklärung gegen den Krieg als Verbrechen“ und für Friede der multinationalen Gemeinde der russisch-orthodoxen Tradition, die in Bonn und Region orthodoxe Menschen ganz verschiedener Nationalitäten verbindet: Russen, Ukrainer, Belorussen, Moldawier, Kasachen, Kirgisen, Georgier und viele andere, auch Deutsche. Pfarrer Eugen Theodor  schreibt: „Unsere Gemeinde besteht aus Familien, die fast alle Verwandte und/oder Freunde in der Ukraine haben und daher sind wir alle betroffen.“ Die Gemeinde ist uns als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn verbunden. (Wortlaut der Erklärung: siehe hier)

Viele offene Kirchen laden auch unter der Woche zum stillen Gebet – Bonner Superintendent Pistorius: „Weiterhin Kräfte der Versöhnung stärken“

Viele evangelische Kirchen in Bonn und der Region, die auch werktags geöffnet sind, bieten zudem die Gelegenheit, eine Kerze als Zeichen für Frieden und Versöhnung anzuzünden sowie Hoffnungen wie Ängste in ein Fürbittenbuch zu schreiben. Alle Gemeinden nehmen die Anliegen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung mit auf in die Fürbitten in ihren Gottesdiensten am Sonntag.  Das Angebot, Kerzen öffentlich anzuzünden, gibt es auch im Kirchenpavillon am Kaiserplatz. „Wir dürfen uns verbunden fühlen mit allen Menschen unserer Welt, die sich weiterhin für Verständigung und Versöhnung einsetzen und wollen diese Kräfte bestärken“, erklärt der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius.

Spenden für Flüchtlingshilfe evangelischer Gemeinden in Osteuropa

Das Gustav-Adolf-Werk mit Sitz in Bonn, ein evangelisches Hilfswerk, das sich vor allem für Minderheiten in der Diaspora einsetzt, hat ein Spendenkonto geschaltet: https://www.kd-onlinespende.de/projekt-einbettung.html?id=2045 . Die Spenden kommen Hilfsprojekten evangelischer Gemeinden für Geflüchtete in den Grenzländern zur Ukraine in der Slowakei und in Ungarn zugute. Auch die Katastrophenhilfe der Diakonie sammelt Spenden und ist mit vielen Hilfsmaßnahmen nah bei den Menschen.

Aktion „7.000 Friedenstauben“ des Evangelischem Forum Bonn auf dem X-tra Platz vor der Kreuzkirche in Bonn für alle Generationen (Foto: J. Gerhardt)

Der Sprachlosigkeit Worte geben“: Mit Kindern und Jugendlichen über den Krieg sprechen – Online Beratungsangebot wird fortgesetzt

Der Krieg in Europa und das Leiden und Sterben der Menschen in der Ukraine macht sprachlos. Die Realität des Krieges macht Kindern und Erwachsenen Angst. Kinder und Jugendliche stellen ihren Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen Fragen, die schwer zu beantworten sind. Wie kann ich erklären, was in der Ukraine passiert?  Wie können wir mit einander über Krieg sprechen, ohne Angst zu machen und dabei auch das Leid nicht klein zu reden? Das Evangelische Forum Bonn und die Evangelische Beratungsstelle für Familien in Bonn luden diese Woche wieder zu diesen Fragen ein. Viele Menschen nahmen dankbar teil. Diplom-Sozialarbeiterin Christiane Wellnitz und Pfarrer Martin Engels standen bereit für Auskunft und Tipps und ermutigten ausdrücklich dazu, das Thema offen anzusprechen und sich dafür Zeit zu nehmen: Denn im Unterbewusstsein wirken die Bilder und Nachrichten bei uns allen.“ Eine Fortsetzung dieses Angebots folgt.

Gemeinsame Erklärung des Rates der Religionen in Bonn zum Krieg

Klare Worte gemeinsam für den Frieden: der Rat der Religionen in Bonn mit der Bonner OB Katja Dörner, Superintendent Dietmar Pistorius, Synaagogen-Vorsitzenden Margaret Traub, Pfarrer Alfons Adelkamp, Colleta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt u.a. (Foto: Bundesstadt Bonn)

Auch der Rat der Religionen in Bonn unter Vorsitz der Bonner OB hat sich mit einem eindringlichen Appell zum Krieg in der Ukraine geäußert. Nachzulesen hier: https://www.bonn.de/pressemitteilungen/maerz-2022/rat-der-religionen-tagte.php Zudem ist ein Friedensgebet aller im Rat der Religionen Verbundenen vor dem Bonner Rathaus geplant.

Landeskirche: Beten für den Frieden!

Für Frieden und Versöhnung: Banner aktuell vor der Lutherkirche in der Bonner Südstadt (Foto: J. Gerhardt)

Auch die Evangelische Landeskirche im Rheinland ruft zum Gebet auf. Hier ein Gebet von Präses Thorsten Latzel:

Gott, wir sind erschrocken, ängstlich und wütend. Die Nachrichten aus der Ukraine und die Bilder von Krieg, Zerstörung und Flucht sind unbegreiflich, dunkel und bedrohlich. Wir sorgen uns, Gott, um die Menschen im Kriegsgebiet. Ihre Ängste können wir nur erahnen. Du kennst ihre Not. Schütze ihr Leben und schenke ihnen Zukunft.

Wieder Krieg in Europa. Es fühlt sich an, als ob manches, was wir für sicher hielten, in sich zusammenbricht. Wir suchen nach etwas, an dem wir uns festhalten können. Du, unser Gott, hast uns versprochen: „Berge mögen wohl weichen und Hügel wanken, aber meine Treue wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken.“

Lass deine tiefe Liebe in uns allen Kraft entfalten, dass der Himmel aufbricht, dass das Kleine aufblüht, dass sich die Erde wandelt. Schenk unserem Frieden Kraft – im Kleinen wie im Großen. Amen.

Weitere Infos auch hier: www.ekir.de