Raum geben für Trauer, Erinnerung und Zukunft: Toten- und Ewigkeitssonntag am 23. November – Alle evangelischen Kirchen laden ein zu Gottesdiensten

Jetzt am Toten- und Ewigkeitssonntag gedenken in allen evangelischen Gottesdiensten die Menschen ihrer Verstorbenen. Namen werden verlesen, dazu berührende Musik und in vielen Kirchen werden auch Kerzen angezündet oder Angehörige sind selbst eingeladen, eine Kerze anzuzünden. Dankbare und wichtige Zeit für die Trauer und die Erinnerung mit dem Blick zurück wie nach vorne.
Jede Kerze ist auch ein Gebet, ein Fürbitte und ein brennende Verbindung zu einem lieben Menschen (Foto: J. Gerhardt)
Vivaldis „Vier Jahreszeiten“  für Cello und Klavier mit Carla Romera Bach und Marc Jaquetam Totensonntag in der Bonner Lutherkirche
In der Lutherkirche in der Bonner Südstadt (Reuterstraße 11) spielt dazu die Bonner Cellistin Carla Romera Bach Auszüge aus dem Zyklus „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi begleitet von Kantor Marc Jaquet am Flügel in einer besonderen Fassung für Cello und Klavier. Für Pfarrer Joachim Gerhardt, der den Gottesdienst um 10.30 Uhr hält, ist diesem Sonntag ein „wichtiger Tag, weil er Trauer Raum gibt und Menschen miteinander verbindet“.
Die „Jahreszeiten“ könnten gerade an diesem Tag „Hoffnung vermitteln über den Tod hinaus, weil Vivaldi den Kreislauf des Lebens in Musik übersetzt – mit all seiner Energie, seinem Licht und seiner Rückkehr des Frühlings nach jedem Winter“. In der Lutherkirche werden Konfirmandinnen und Konfirmanden für jeden im letzten Jahr Verstorbenen aus der Gemeinde eine Kerze anzünden, so wie in vielen anderen Kirchen auch. (Weitere Infos hier )
(21.11.2025 / ger)
Engelsruhe auf dem Bonner Friedhof in Poppelsdorf (Foto: Joachim Gerhardt)