Viele Menschen in Bonn und der Region bewegt und mit klarer Botschaft: Erste Bilanz des Projekts "Orange Bänke" als Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Bonns OB Katja Dörner und Superintendent Dietmar Pistorius haben gemeinsam die Schirmherrschaft des Projekts (Foto: Evang. Forum Bonn)

„Klare Haltung, klare Botschaft und ganz viel erlebte Gemeinschaft“, so die erste Bilanz von Pfarrer Martin Engels. Ein tolles Projekt zur richtigen Zeit. Mit „Stop sit speak – Orange Bänke in Bonn“ hat ein Bündnis aus evangelischer Kirche in Bonn, der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn, UN-Women Deutschland, die beiden Zonta Clubs Bonn sowie dem Carl-Reuther-Berufskolleg in Hennef jetzt ein sichtbares Zeichen gesetzt gegen Gewalt an Frauen, auf das Unrecht aufmerksam gemacht und Menschen Wege aufgezeigt, Betroffenen zu helfen.

Bonns OB Katja Dörner und Superintendent Dietmar Pistorius haben gemeinsam die Schirmherrschaft des Projekts (Foto: Evang. Forum Bonn)

Dafür werden in den nächsten Tagen stadtweit an zwölf prominenten öffentlichen Orten orange Bänke aufgestellt, am Rheinufer, dem Stadthaus, im Landgericht, im Haus der Bildung, der Zentrale der Deutschen Telekom oder auch am Polizeipräsidium. Auch Schulen im Bonner Stadtgebiet beteiligten sich an dieser Aktion. Zum „Probesitzen mit Selfie und Botschaft“ standen alle zwölf Bänke diese Woche einmalig gemeinsam vor der Kreuzkirche am Kaiserplatz.

Die Aktion nimmt den Appell der Vereinten Nationen “Orange The World! End Violence against Women Now!” auf und macht ihn für Bonn konkret. Gemeinsame Schirmherrschaft haben die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner und der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius. Das Projekt wird getragen vom Evangelischen Forum Bonn in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Bundesstadt Bonn sowie den Frauenrechts-Organisationen UN-Women Deutschland und Zonta Deutschland.

„Foto-Day“ auf dem Vorplatz der Kreuzkirche zur Themenwoche und Aktion „Orange Bänke“ (Foto: Meike Böschemeyer)

Bänke eigens für das Projekt gebaut im Carl-Reuther-Berufskolleg in Hennef

Die zwölf Bänke für die UN- und Bundesstadt waren in diesem Jahr eigens in einem Projekt zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ im Carl-Reuther-Berufskollegs in Hennef von Schüler*innen aus den Schulbereichen Metall-, Holz- und Gestaltungstechnik mit der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter Leitung von Schulpfarrerin Eva Zoske-Dernóczi entworfen und gebaut worden.

Starke Gemeinschaft- Klare Botschaft: diese Woche vor der Kreuzkirche im Bonner Zentrum  (Foto: Meike Böschemeyer)

Alle 12 Bänke für eine Woche gemeinsam auf dem X-tra-Platz vor der Kreuzkirche

Vom 22. bis 25. November 2022 wurden alle zwölf Bänke gemeinsam auf dem X-tra Platz vor der Kreuzkirche im Bonner Zentrum als Installation aufgestellt werden, bevor sie dann nach einem offiziellen Entsendungs-Festakt am Freitagmittag mit OB Dörner und Superintendent Pistorius auf den Weg an ihre endgültigen Stellen gingen.

Weitere Infos und Bilder vom Projekt findest Du hier: http://www.stopsitspeak.de

„Auch in Bonn ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen Realität“

Eine der zwölf Bänke wird auch dauerhaft vor der Kreuzkirche am Kaiserplatz stehen bleiben (Foto: Evang. Forum Bonn)

Eine Untersuchung von UN-Women in 13 Ländern seit der COVID-19 Pandemie hat gezeigt, dass zwei von drei Frauen eine Frau kennen, die Gewalt erlebt. „Auch in Bonn ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen Realität. Das müssen wir sehen und uns gemeinsam gegen diese Gewalt stellen“, erklärten die Partnerinnen und Partner des Projekts, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn Stephanie Clemens-Krämer, Bettina Metz von der Geschäftsführung UN-Women Deutschland, Ulrike Seeler von Zonta Bonn-Rheinaue, sowie Pfarrer Martin Engels, Leiter Evangelisches Forum Bonn.

Prominente Stimmen wie der Brings-Musiker Christian Blüm unterstützen bereits die Aktion …

(Text: Martin Engels / Joachim Gerhardt)

  • 6.11.2022
  • Red
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