Veranstaltungsreihe „Haltung zeigen“: Im September geht es weiter!

„Als kirchliche Akteur*innen sehen wir uns in der Verantwortung, Räume für Demokratie, Vielfalt und Klimagerechtigkeit zu gestalten und Verständigung zu ermöglichen“, schreibt das ökumenische Bündnis zum diesjährigen Programm „Haltung zeigen“. Die nächsten Veranstaltungen sind ein spannender Vortrag zum Thema „Das Christentum & die extreme Rechte“ mit Dr. Hans-Ulrich Probst von der Uni Tübingen sowie eine große offene Tafel der Demokratie vor dem Bonner Münster.

„Haltung zeigen für Menschenwürde“: Das ganze Programm bis Ende 2026

gefördert wird das Programm von einer Kollekte der Evangelischen Kirche im Rheinland

Menschen sitzen auf Stühlen und schauen einem Redner zu
Spannender Vortrag im Haus der Kirche im Februar 2025, Foto: Sara Bahadori

24.09. Vortrag „Das Christentum & die extreme Rechte”
von 19.00-21.00 Uhr im Haus der Ev. Kirche | mit Dr. Hans-Ulrich Probst, Uni Tübingen | Anmeldung

Das Verhältnis von Christentum und extrem rechter Ideologie ist spannungsreich und hochaktuell. Welche Taktiken wählt die extreme Rechte bei ihren versuchten Brückenschlägen in christliche Kreise? Welche kritischen Themenfelder lassen sich identifizieren? Welche Gegenstrategien können kirchliche Akteur*innen ergreifen?

In seinem Vortrag beleuchtet der Theologe Dr. Hans-Ulrich Probst theologische sowie gesellschaftspolitische Bezüge zwischen christlichen Traditionen und Akteuren der extremen Rechten. Er zeigt den Versuch auf, religiöse Narrative zu instrumentalisieren, analysiert aktuelle Entwicklungen und skizziert, welche Verantwortung Kirchen und Christinnen und Christen in einer pluralen Demokratie tragen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion über gegenwärtige Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit extrem rechten Strömungen.

 

Drei Gruppen sitzen an Tischen und sind miteinander im Gespräch
© Flüchtlingshilfe Bonn e.V. (Tafel der Demokratie 2022)

03.10. Tafel der Demokratie auf dem Bonner Münsterplatz
von 14.30-16.30 Uhr | Wir feiern mit Euch & Ihnen allen gemeinsam!
Anmeldungen bis zum 30.09.26 erwünscht unter konstanze.nolte@erzbistum-koeln.de, doch auch spontane Teilnahme möglich!

Nehmen Sie Platz am Kaffeetisch vor dem Bonner Münster und kommen Sie miteinander ins Gespräch.

Wir bieten Raum für eine lebendige Diskussion zu spannenden Fragen, die unsere demokratische, offene Gesellschaft betreffen. Lassen Sie uns darüber sprechen, wie wir miteinander leben und welche Werte unser Zusammenleben bestimmen.

Wir laden ein zu Gespräch, Zuhören, Blick weiten, Verständigung schaffen, mal in die Perspektive des Gegenübers schlüpfen. Miteinander reden statt übereinander schimpfen: Nur so können wir eine stabile Demokratie sichern.

Wir decken den Tisch und Sie sind eingeladen, Platz zu nehmen und diesen Ort der Verständigung kräftig zu nutzen.

Start um 14.30 Uhr vor dem Bonner Münster. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Gangolfsaal direkt am Bonner Münster statt. Die Veranstaltung endet um 16.30 Uhr.

 

10.11. Online-Seminar: Täuschend echt. Wie Desinformation wirkt und wie wir uns wehren können
von 17:30-21:30 Uhr | kostenlos, online, Anmeldung hier

Desinformation verbreitet sich heute schneller und wirkungsvoller als je zuvor – besonders über soziale Medien. Täuschend echte Bilder, manipulierte Inhalte oder gezielte Falschinformationen können Meinungen beeinflussen, Unsicherheit erzeugen und gesellschaftliche Debatten verzerren.

In diesem Online-Seminar erklärt Lisa Wassermann, Fachstelle für politische Bildung und Entschwörung, wie Desinformation funktioniert, warum sie so wirksam ist und welche Strategien dahinterstehen. Gemeinsam schauen wir auf typische Muster und Mechanismen – und darauf, wie man sie erkennen und ihnen im Alltag begegnen kann.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, Hintergründe zu verstehen, eigene Medienkompetenz zu stärken und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Desinformation zu diskutieren.

 

 

>> Anmeldung für alle Veranstaltungen!

> Werbematerial hier downloaden & verbreiten!

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Kollekte der Evangelischen Kirche im Rheinland und ist eine Kooperation von:

Das Team „Haltung zeigen“, Foto: Sara Bahadori

Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA
Haus Mondial der Bonner Caritas
Frauenbeauftragte Evangelischer Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel
Alt-kath. Namen-Jesu-Kirche
Evangelisches Forum Bonn
Katholisches Bildungsforum Bonn
Diakonisches Werk Bonn und Region
Evangelische Akademie im Rheinland
Katholisches Stadtdekanat Bonn und Aktion Neue Nachbarn
Evangelischer Kirchenkreis Bonn

 

 

Erläuterungen der bisherigen Veranstaltungen in 2026:

25.02. Kommunikationstraining Aktiv gegen Hass im Netz”

von 18.30-21.30 Uhr per Zoom | mit Fluky

Wie können wir auf Menschenfeindlichkeit reagieren?

Mehrere Personen stehen um eine Stellwand und diskutieren
Veranstaltung Haltung Zeigen am 20.02.25 – Foto: Sara Bahadori

Engagement gegen diskriminierende Haltungen ist wichtig, offline wie online – aber wie macht man es richtig? Wie können wir im persönlichen Gespräch, auf Veranstaltungen oder in der Kommentarspalte effektiv kommunizieren, Haltung zeigen und auf Menschenfeindlichkeit reagieren?

Dieser praxisorientierte Workshop informiert über gängige menschen- und demokratiefeindliche Aussagen. Er hilft diese zu erkennen, zu benennen und liefert Tricks und Kniffe, damit umzugehen und effektive Gegenrede zu praktizieren. Das Gelernte wird direkt in verschiedenen alltagsnahen Beispielen ausprobiert und geübt, um in der nächsten Situation selbstbewusst und strategisch zu reagieren.

Es wird darum gebeten, mit einem Laptop/ PC teilzunehmen, um bei den interaktiven Übungen vollumfänglich mitmachen zu können. Tablet oder Handy reichen hier NICHT aus.

Referentin: Fluky, Referent*in für politische Bildung

 

Souad Lamroubal liest aus ihrem Buch vor dem Publikum, was man von hinten sieht
Souad Lamroubal im Haus Mondial, Foto: Sara Bahadori
13.03. Lesung aus „Die Demokratie der anderen“ mit Souad Lamroubal, anschließendes Podiumsgespräch zur Frage „Demokratie leben in Bonn – wo stehen wir in der Integrationsarbeit?“

19.00-21.00 Uhr im Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Straße 9, 53113 Bonn

„Der Wunsch nach Zugehörigkeit in einer Demokratie prägt viele Menschen. Aber für wen ist wirklich Platz in unserer Gesellschaft? Steht sie allen offen oder nur Menschen, die sich anpassen und bereit sind, ihre kulturellen Werte über Bord zu werfen und einer diffusen Vorstellung vom »Deutsch-Sein« zu entsprechen?“

Mit diesen Fragen setzt sich Souad Lamroubal in ihrem Buch „Die Demokratie der anderen“ auseinander und gewährt dabei sehr persönliche Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Im anschließenden Podiumsgespräch richten wir den Blick auf Integration und gesellschaftliche Teilhabe in Bonn. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum die Schlange vor dem Ausländeramt scheinbar nie kürzer wird. Was braucht es in Bonn, um Menschen, die hier Fuß fassen wollen, besser zu begleiten – und ihnen durch gelingende Integration Selbstbestimmung und Autonomie zu ermöglichen?

Moderation:
Souad Lamroubal, Migrationsexpertin, Autorin und Kommunalbeamtin
Astrid Lethert, Moderatorin für gesellschaftspolitische Diskurse / DAZ e.V.

Begrüßung:
Guido Déus, Oberbürgermeister Stadt Bonn
Jean-Pierre Schneider, Direktor des Caritasverbandes für die Stadt Bonn

Gäste auf dem Podium:
Azra Zürn, Dezernentin für Schule, Soziales und Jugend
Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung IHK
Gabi Al-Barghouthi, Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie der Bonner Caritas
Veli Stollaj, Koordination Geflüchtetenarbeit „ChancenVielfalt“, Diakonisches Werk Bonn und Region

 

Buntes Zusammenkommen auf dem Xtra-Platz, Foto: Sara Bahadori
24.06. „Welche Räume braucht es in einer polarisierten Gesellschaft?”

von 19.00-21.00 Uhr im Kirchenpavillon, Kaiserplatz 1| mit Daniel Hörsch, midi

„Wie gelingen Verständigungsorte?“ – Midi-Studie und Best Practice Beispiele

Gesellschaftliche Debatten werden zunehmend polarisiert. Doch lassen sich tatsächlich Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft erkennen – und wenn ja, wie können sie konstruktiv bearbeitet werden? Welche Rolle kann Kirche dabei übernehmen, gesellschaftliche Konflikte zu begleiten und Räume für Dialog zu eröffnen? Diesen Fragen geht Daniel Hörsch, Autor der midi-Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“, in einem Vortrag nach.

Im Anschluss werden Best-Practice-Beispiele aus der Region vorgestellt, die zeigen, wie gelingende Verständigungsorte konkret gestaltet werden können.

Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Diskussion und gemeinsame Reflexion über Wege zu mehr Verständigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Referent: Daniel Hörsch ist sozialwissenschaftlicher Referent bei midi, der Zukunftswerkstatt der Evangelischen Kirche und der Diakonie, und Autor der Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“.

(20.07.2026 / A. Bohlen / ger)