„Flamenco trifft Poesie“: Lesung von Uta Harst mit Ismael de Barcelona im Haus Migrapolis Bonn

Echte Gänsehaut-Momente beim Kulturcafé im Januar im Haus Migrapolis in der Brüdergasse, das Begegnungszentrum der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) im Zentrum von Bonn: „Flamenco trifft Poesie“, eine Lesung von Uta Harst mit Begleitung durch den Gitarristen Ismael de Barcelona. Hier ein Bericht von Gergana Ghanbarian-Baleva, Leiterin des EMFA-Projektes „Anders sehen – inklusiv gestalten. Begegnung und Kultur in Vielfalt“:

„Flamenco trifft Poesie“: eine Lesung von Uta Harst mit Begleitung durch den Gitarristen Ismael de Barcelona im Haus Migrapolis (Foto: Hidir Celik)

Eine Veranstaltung voller Magie

Draußen peitschte am vergangenen Sonntag ein eisiger Wind durch die Bonner Brüdergasse, doch im Inneren des Haus MIGRApolis herrschte eine Wärme, die weit über die Raumtemperatur hinausging. Das Projekt „Anders sehen – inklusiv gestalten“ hatte zur Matinee geladen, und die Resonanz war überwältigend.

Ein Andrang, der alle Erwartungen übertraf. Schon vor Beginn der Veranstaltung um 11:30 Uhr wurde klar: Das Interesse an der Symbiose aus Wort und Klang war riesig. Es kamen mehr Menschen, als wir uns in unseren kühnsten Träumen erhofft hatten. Jeder Stuhl war besetzt, und die gespannte Erwartung im Raum war förmlich greifbar. In Kooperation mit LitArt Rheinschiene entstand ein Kulturmoment, der die Menschen trotz der winterlichen Kälte zahlreich zusammenführte.

Wenn Worte tanzen und Saiten weinen

Im Mittelpunkt stand die Autorin Uta Harst (bürgerlich Dr. Uta Oberkampf), die mit ihrer Lesung aus dem Werk „Saitensprünge“ das Publikum tief bewegte. Sie war schlichtweg grandios: Mit ihrer einnehmenden Präsenz entführte sie die Zuhörer in eine Welt voller Reflexion und Tiefgang. Ihre Sprache war präzise und lebendig – eine literarische Reise, die perfekt mit der Atmosphäre des Hauses harmonierte.

Doch die Lesung war kein Solo, sondern ein tiefgreifender Dialog. Der Flamencogitarrist Ismael de Barcelona begleitete die Texte nicht nur – er antwortete auf sie. Mit einer technischen Brillanz und einer emotionalen Hingabe entlockte er seinem Instrument Klänge, die für wahre Gänsehaut-Momente sorgten. Das rhythmische Klopfen auf dem Holz der Gitarre und die leidenschaftlichen Melodien bildeten das perfekte Echo zu der Poesie von Uta Harst.

Zeichen für Inklusion und Gemeinschaft

Die Matinee unter dem Banner „Anders sehen – inklusiv gestalten“ zeigte eindrucksvoll, wie Kultur Brücken schlägt. Es war mehr als nur eine Lesung; es war ein Erlebnis für alle Sinne, das bewies, wie kraftvoll das Zusammenspiel verschiedener Kunstformen sein kann. Trotz des frostigen Januartages gingen die Besucher mit einem inneren Leuchten nach Hause. Ein herzlicher Dank gilt den Künstlern und allen Gästen, die diesen vergangenen Sonntag zu einem unvergesslichen kulturellen Highlight in Bonn gemacht haben.

Text: Gergana Ghanbarian-Baleva

Weitere Infos zum Projekt „Anders sehen – inklusiv gestalten. Begegnung und Kultur in Vielfalt“: Inklusive Angebote für Menschen mit besonderen Bedürfnissen | Anders Sehen Inklusiv Gestalten
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(Jan. 2026 / ger)